Weil sich der genaue OP-Zeitpunkt aber selten vorhersagen lässt, haben viele Patientinnen und Patienten in der Praxis deutlich länger nichts getrunken, oft zwölf Stunden und mehr. Das belastet Kreislauf und Nieren. Gerade ältere Menschen werden danach häufig verwirrt. Deshalben haben wir das geändert - im Sinne unserer Patientinnen und Patienten.
In den meisten Fällen gilt die Standardregel:
Essen dürfen unsere Patientinnen und Patienten bis sechs Stunden vor der Narkose. Klare Getränke sind bis zum Abruf in den OP erlaubt: Wasser, Tee, Kaffee, klarer Saft ohne Fruchtfleisch, Limonade oder Elektrolytgetränke, gern auch mit Zucker, Süßstoff oder Honig. Milch, Sahne und Milchkaffee zählen dagegen zum Essen.
Getrunken werden darf ganz normal nach Durst. Große Mengen direkt vor dem Abruf sind nicht sinnvoll, und vorher noch einmal zur Toilette gehen, ist gut. Kaugummi und Lutschbonbons dürfen bis zum Abruf genossen werden, müssen aber vor dem Transport in den OP herausgenommen werden. Am OP-Tag darf nicht geraucht oder gedampft werden.
Manchmal gelten andere Zeiten
Zum Beispiel bei einer Operation am Nachmittag. Dann tragen wir die genaue Uhrzeit auf der Patienteninformation ein. Vor Darmoperationen und Spiegelungen (Endoskopien) gelten die Anweisungen der jeweiligen Fachabteilung.
Bei Übelkeit oder Erbrechen bitten wir darum, mit dem Trinken aufzuhören und die Pflege zu informieren. Bei Unsicherheit helfen die Kolleginnen und Kollegen auf Station gern weiter.