Radiologie - diagnostisch/ interventionell
- Leistungen
- Diagnostische Radiologie
- Gelenkembolisation bei Kniearthrose und chronischen Gelenkschmerzen
- Zentrum für Interventionelle Radiologie und minimal-invasive Therapie
- Funktionsbereich Portale Hämodynamik
- Interdisziplinäres Pankreaszentrum
- Interdisziplinäres Gefäßzentrum
- Patienteninformation
- Team
- Sprechstunden und Zweitmeinung
- Informationen für Zuweiser
- Weiterbildungsermächtigungen
Schonende Behandlung chronischer Knieschmerzen ohne Operation
Gelenkembolisation bei Kniearthrose und chronischen Gelenkschmerzen
Die Gelenkembolisation ist ein minimalinvasives Verfahren der interventionellen Radiologie zur Behandlung chronischer Gelenkschmerzen bei Kniearthrose und anderen entzündlichen Gelenkerkrankungen.
Chronische Gelenkschmerzen können die Lebensqualität erheblich einschränken. Besonders bei einer Kniearthrose leiden viele Betroffene unter anhaltenden Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und einer zunehmenden Belastung im Alltag. Nicht immer führen Physiotherapie, Schmerzmedikamente oder Injektionen zu einer ausreichenden Beschwerdelinderung. Gleichzeitig kommt eine Operation nicht für jeden Patienten infrage oder soll möglichst lange hinausgezögert werden.
Mit der Gelenkembolisation steht eine innovative, minimalinvasive Behandlungsmethode zur Verfügung, die speziell für Patienten mit chronischen Gelenkschmerzen entwickelt wurde. Das Verfahren wird weltweit zunehmend eingesetzt und bietet vielen Betroffenen die Möglichkeit, Schmerzen zu reduzieren und die Beweglichkeit zu verbessern – ohne Operation und ohne längeren Krankenhausaufenthalt.
In der Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie am Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz in Köln-Nippes erfolgt die Behandlung durch erfahrene Spezialisten in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Fachabteilungen. Unser Schwerpunkt liegt auf der Behandlung von Kniearthrose, darüber hinaus können je nach Befund auch Beschwerden an Schulter-, Hand- oder Hüftgelenken behandelt werden. Patienten aus Köln, Leverkusen, Bergisch Gladbach, Dormagen, Neuss, Pulheim, dem Bergischen Land und der Eifel stellen sich regelmäßig in unserer Spezialsprechstunde für Gelenkembolisation vor.
Gelenkembolisation
Auf einen Blick
- minimalinvasiv
- keine Vollnarkose
- Schwerpunkt Kniearthrose
- kurzer Klinikaufenthalt
- interdisziplinäre Betreuung
| Tel | 0221 7712-152 |
| radiologie.kh-vinzenz(at)cellitinnen.de |
Was ist Kniearthrose?
Die Kniearthrose gehört zu den häufigsten Gelenkerkrankungen. Dabei kommt es zu einem fortschreitenden Verschleiß des Gelenkknorpels. Im weiteren Verlauf können auch Knochen, Gelenkkapsel und umliegende Weichteile betroffen sein.
Typische Beschwerden sind:
- Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen
- Anlaufschmerzen nach längerem Sitzen
- Schwellungen des Kniegelenks
- Bewegungseinschränkungen
- Belastungs- und Ruheschmerzen
- Nachlassende Belastbarkeit im Alltag
Lange Zeit wurde angenommen, dass die Schmerzen ausschließlich durch den Knorpelverschleiß entstehen. Heute weiß man, dass entzündliche Veränderungen und krankhafte Gefäßneubildungen im Gelenk eine entscheidende Rolle spielen können.
Warum entstehen chronische Gelenkschmerzen?
Bei einer aktivierten Arthrose oder anderen chronischen Gelenkerkrankungen bilden sich häufig neue, krankhaft veränderte Blutgefäße im Bereich der Gelenkinnenhaut und des umliegenden Gewebes.
Mit diesen Gefäßen wachsen oftmals auch zusätzliche Nervenfasern ein. Diese können Schmerzsignale verstärken und Entzündungsprozesse fördern. Die Folge sind anhaltende Beschwerden, die häufig nicht ausreichend auf Schmerzmedikamente oder konservative Therapien ansprechen.
Genau an diesem Mechanismus setzt die Gelenkembolisation an.
Was ist eine Gelenkembolisation?
Die Gelenkembolisation ist ein modernes minimalinvasives Verfahren der Interventionellen Radiologie. Ziel der Behandlung ist es, krankhafte Gefäßneubildungen im Bereich des schmerzhaften Gelenks gezielt zu verschließen.
Hierfür wird unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf (Analgosedierung) ein sehr dünner Katheter über die Leistenarterie oder eine Arterie am Handgelenk eingeführt. Mithilfe modernster Bildgebung wird der Katheter präzise bis zu den Gefäßen vorgeschoben, die für die Entzündungsaktivität und Schmerzvermittlung verantwortlich sind.
Anschließend werden spezielle Mikropartikel eingebracht, welche die krankhaft veränderten Gefäße gezielt verschließen. Dadurch kann die übermäßige Durchblutung reduziert werden. Entzündungsprozesse gehen zurück, die Reizung der Nerven nimmt ab und Schmerzen können deutlich gelindert werden.
Das umliegende gesunde Gewebe bleibt dabei erhalten.
Für wen eignet sich die Gelenkembolisation?
Die Gelenkembolisation kann insbesondere für Patienten geeignet sein, die unter chronischen Gelenkschmerzen leiden und mit bisherigen Therapien keine ausreichende Besserung erzielt haben.
Mögliche Einsatzgebiete sind:
Kniearthrose
Die häufigste Indikation ist die aktivierte Kniearthrose mit chronischen Schmerzen und Entzündungszeichen.
Schulterbeschwerden
Beispielsweise bei schmerzhafter Schultersteife (Frozen Shoulder) oder entzündlichen Veränderungen im Schultergelenk.
Handgelenks- und Fingergelenksbeschwerden
Bei ausgewählten Patienten mit chronischen Schmerzen und entzündlichen Veränderungen.
Hüftgelenkbeschwerden
In geeigneten Fällen kann eine Behandlung auch im Bereich des Hüftgelenks erfolgen.
Die Entscheidung über die Eignung erfolgt stets individuell nach einer ausführlichen klinischen und bildgebenden Untersuchung.
Wann kommt eine Gelenkembolisation besonders infrage?
Eine Behandlung kann sinnvoll sein, wenn:
- konservative Therapien ausgeschöpft sind,
- Schmerzmittel nicht ausreichend wirken,
- Infiltrationen oder Spritzen keine nachhaltige Wirkung zeigen,
- eine Operation vermieden oder hinausgezögert werden soll,
- aufgrund von Begleiterkrankungen ein erhöhtes Operationsrisiko besteht,
- die Lebensqualität durch Schmerzen deutlich eingeschränkt ist.
Wie läuft die Behandlung ab?
Vor der Behandlung erfolgt eine umfassende Untersuchung einschließlich der vorhandenen Bildgebung. Dabei wird geprüft, ob die Beschwerden auf entzündliche Veränderungen und krankhafte Gefäßneubildungen zurückzuführen sind.
Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf (Analgosedierung) im Angiographie-Labor.
Über einen wenige Millimeter großen Gefäßzugang wird ein Mikrokatheter bis zu den versorgenden Gefäßen des betroffenen Gelenks vorgeschoben. Anschließend werden die krankhaften Gefäße gezielt embolisiert.
Nach dem Eingriff bleiben Patienten für einige Stunden zur Überwachung in der Klinik. In vielen Fällen ist eine Entlassung bereits am selben oder am folgenden Tag möglich.
Welche Vorteile bietet die Gelenkembolisation?
Die Gelenkembolisation verbindet moderne Bildgebung mit einer gezielten Therapie direkt am Ort der Schmerzentstehung.
Zu den Vorteilen gehören:
- minimalinvasives Verfahren
- keine Operation am Gelenk
- keine Vollnarkose erforderlich
- kurze Erholungszeit
- Behandlung unter örtlicher Betäubung
- gezielte Reduktion entzündlicher Prozesse
- mögliche deutliche Schmerzreduktion
- Verbesserung der Beweglichkeit und Lebensqualität
Warum ist die Behandlung in unserer Klinik für Sie genau richtig?
Die Gelenkembolisation erfordert besondere Erfahrung in der interventionellen Gefäßmedizin und eine präzise bildgesteuerte Durchführung.
In unserer Klinik für Diagnostische und Interventionelle Radiologie profitieren Patienten von:
- hoher Expertise in der minimalinvasiven Schmerztherapie
- moderner interventioneller Bildgebungstechnik
- individueller Diagnostik und Therapieplanung
- enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Gefäßchirurgie und weiteren Fachbereichen
- wohnortnaher Versorgung für Patienten aus Köln, dem Rheinland, dem Bergischen Land, der Eifel, Neuss, Dormagen und der gesamten Region
Unser Ziel ist es, für jeden Patienten die bestmögliche und zugleich schonendste Therapieoption zu finden.
Bei Gelenkbeschwerden: handeln!
Wann sollten Sie sich bei uns vorstellen?
- Schmerzen trotz Physiotherapie
- Schmerzmittel helfen nicht ausreichend
- Kniearthrose diagnostiziert
- Operation soll vermieden werden
- Beschwerden schränken Alltag oder Sport ein
Ihr Ansprechpartner
Prof. Dr. Daniel Thomas
Stv. Ärztlicher Direktor / Chefarzt
| Tel | 0221 7712-152 |
| radiologie.kh-vinzenz(at)cellitinnen.de |
Häufig gestellte Fragen zur Gelenkembolisation
Die Kosten einer Gelenkembolisation hängen von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der individuellen Erkrankung, dem Behandlungsumfang und den jeweiligen Abrechnungsmodalitäten. Gerne informieren wir Sie im Rahmen eines persönlichen Beratungsgesprächs über die zu erwartenden Kosten und die Möglichkeiten der Kostenübernahme. Im Regelfall übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung die Kosten.
Ob die Kosten für eine Gelenkembolisation von der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung übernommen werden, hängt vom jeweiligen Einzelfall und den aktuellen Regelungen des Kostenträgers ab. Vor einer Behandlung prüfen wir gemeinsam mit Ihnen die individuellen Voraussetzungen und beraten Sie zu den möglichen Erstattungsmöglichkeiten. Im Regelfall übernimmt die Gesetzliche Krankenversicherung die Kostenübernahme für die Behandlung.
Die Gelenkembolisation kann für viele Patienten mit Kniearthrose eine schonende Behandlungsoption darstellen, insbesondere wenn konservative Maßnahmen nicht mehr ausreichend helfen und eine Operation vermieden oder hinausgezögert werden soll. Sie ersetzt jedoch nicht grundsätzlich einen späteren Gelenkersatz. Ob eine Gelenkembolisation oder eine operative Versorgung die bessere Behandlung darstellt, hängt von der individuellen Situation ab und wird gemeinsam mit Ihnen besprochen.
Die Behandlung erfolgt in örtlicher Betäubung. Die meisten Patienten empfinden den Eingriff als gut verträglich.
Je nach Befund dauer die Behandlung in der Regel zwischen 60 und 120 Minuten.
Viele Patienten berichten innerhalb der ersten Wochen über eine Besserung. Der maximale Effekt entwickelt sich häufig über mehrere Wochen bis Monate.
Bei einigen Patienten kommt es sogar bereits nach 24 Stunden zu einer deutlichen Besserung der Beschwerdesymptomatik.
Die Gelenkembolisation ersetzt nicht grundsätzlich eine spätere Operation. Sie kann jedoch dazu beitragen, Beschwerden deutlich zu reduzieren und einen operativen Eingriff hinauszuzögern oder in bestimmten Fällen zu vermeiden.
Die Eignung hängt von verschiedenen Faktoren ab und wird individuell geprüft. Besonders Patienten mit aktiven entzündlichen Veränderungen können von der Behandlung profitieren.
Nein. neben Kniegelenken können in geeigneten Fällen auch Schulter-, Hand-, Finger- und Hüftgelenke behandelt werden.
Nein. Die Behandlung erfolgt in der Regel unter örtlicher Betäubung oder im Dämmerschlaf (Analgosedierung).
Gerne beraten wir Sie persönlich. Nach Sichtung Ihrer Vorbefunde und Bildgebung prüfen wir, ob eine Gelenkembolisation für Ihre Beschwerden in Frage kommt.
Bitte vereinbaren Sie einen Termin online unter Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz, Krankenhaus in Köln - Doctolib oder per Telefon 0221 7712-152.
Die Wirkung einer Gelenkembolisation kann von Patient zu Patient unterschiedlich sein. Viele Betroffene berichten über eine deutliche und anhaltende Verbesserung ihrer Beschwerden über Monate bis Jahre hinweg. Wie lange der Behandlungserfolg anhält, hängt unter anderem vom Ausmaß der Arthrose, dem individuellen Krankheitsverlauf und weiteren Einflussfaktoren ab.
Ja. In ausgewählten Fällen kann eine Gelenkembolisation erneut durchgeführt werden, wenn Beschwerden nach einiger Zeit wieder auftreten oder die gewünschte Wirkung nicht ausreichend erreicht wurde. Ob eine Wiederholung sinnvoll ist, wird individuell anhand der Beschwerden und der aktuellen Befunde beurteilt.
Die Gelenkembolisation gilt als minimalinvasives und in der Regel gut verträgliches Verfahren. Wie bei jedem medizinischen Eingriff können jedoch Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten. Dazu zählen beispielsweise Blutergüsse an der Punktionsstelle, vorübergehende Schmerzen, Schwellungen oder seltene Gefäßreaktionen. Schwere Komplikationen sind selten. Vor der Behandlung informieren wir Sie ausführlich über mögliche Risiken und beantworten Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch.
In den meisten Fällen können Patienten das behandelte Gelenk bereits kurz nach dem Eingriff wieder vorsichtig belasten. Die genaue Dauer der Schonung hängt vom behandelten Gelenk und dem individuellen Verlauf ab. Ihr behandelndes Team gibt Ihnen hierzu konkrete Empfehlungen für die ersten Tage nach der Behandlung.
Vor einer Gelenkembolisation erfolgt eine ausführliche fachärztliche Untersuchung. Dazu gehören die Erhebung Ihrer Krankengeschichte, die Beurteilung Ihrer Beschwerden sowie die Auswertung vorhandener Bildgebung wie Röntgenaufnahmen oder Magnetresonanztomographie (MRT). Gegebenenfalls werden ergänzende Untersuchungen durchgeführt, um festzustellen, ob die Gelenkembolisation für Sie geeignet ist.