Unfall- und Wiederherstellungschirurgie, Handchirurgie und Orthopädie
SAV Hand und Handkomplextherapie
Handchirurgie

Die Hand ist ein komplexes und filigranes Meisterwerk. Ob im Alltag, im Beruf oder beim Sport – wir brauchen sie ständig. Umso wichtiger ist es, dass sie bei Verletzungen oder Erkrankungen in fachkundigen Händen behandelt wird. Die Handchirurgie im Cellitinnen-Krankenhaus St. Vinzenz bietet Ihnen ein umfassendes Spektrum an diagnostischen und therapeutischen Leistungen für Erkrankungen und Verletzungen der Hand, des Handgelenks und des Unterarms.
Ein Team von sechs Handchirurgen und spezialisierten Physiotherapeuten und -therapeutinnen gewährleistet eine vollumfängliche hochqualifizierte Behandlung 24/7. Es besteht die Zulassung zum Schwerstverletztenartenverfahren Hand (SAV Hand) der Berufsgenossenschaften und die zur Behandlung stationärer komplexer Handtherapien.
Wir behandeln Sie gerne bei folgenden Anlässen:
Akute Verletzungen:
- Brüche und Luxationen
- Sehnen- und Nervenverletzungen
- Weichteilverletzungen z. B: Schnitt-/Stich-/Quetschwunde jeder Schwere
- Amputationsverletzungen
Chronische Erkrankungen:
- Karpaltunnelsyndrom
- Dupuytren-Kontraktur
- Arthrose
- Sehnenscheidenentzündungen
- Nervenkompressionssyndrom
Unfall-/Verletzungsfolgen:
- Korrektur von Fehlstellungen/Achsabweichungen mit individualisierten Implantaten nach 3D Analyse
- Sehnen- und Nerventransplantationen
- Gelenkprothesen (z.B. Daumensattelgelenksprothesen, Handgelenksprothesen)
- Mikrochirurgische Eingriffe
- Handkomplextherapie: spezielle stationäre Rehabilitation bei Handverletzungen
Ihr Wohlbefinden steht im Mittelpunkt!
Wir wissen, dass eine Erkrankung oder Verletzung der Hand mit großen Einschränkungen im Alltag verbunden sein kann. Deshalb nehmen wir uns Zeit für eine ausführliche Beratung und Betreuung unserer Patienten. Unser Ziel ist es, Ihnen eine individuelle und auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Therapie zu bieten, damit Sie Ihre Hand schnellstmöglich wieder uneingeschränkt nutzen können.
Moderne Handchirurgie ohne Vollnarkose: die WALANT-Technik
Vorteile der WALANT-Technik
- Verzicht auf eine Vollnarkose
- Geringere Belastung des Organismus, insbesondere bei bestehenden Vorerkrankungen
- Keine unangenehme Blutsperre am Arm erforderlich
- Direkte intraoperative Funktionskontrolle von Fingern und Hand
- Hohe Präzision durch aktive Mitarbeit der Patientin bzw. des Patienten
- Schnelle Erholung nach dem Eingriff
- Hohe Sicherheit und hoher Patientenkomfort
Grenzen des Verfahrens
- Nicht jeder handchirurgische Eingriff ist für die WALANT-Technik geeignet
- Die Patientin bzw. der Patient erlebt die Operation bei vollem Bewusstsein
- In seltenen Fällen kann eine zusätzliche Betäubung erforderlich sein
- Manche Menschen empfinden die Operationssituation trotz vollständiger Schmerzfreiheit als ungewohnt
- Bei Allergie/Unverträglichkeit gegenüber der Wirkstoffgruppe der “Caine” nicht anwendbar
Typische Anwendungsgebiete/Operationen:
- Karpaltunnelsyndrom
- Schnellender Finger/Sehnenscheidenentzündung (Tendovaginitis stenosans)
- Dupuytren´sche-Kontraktur
- Ganglion („Überbein“)
- Weichteilverletzungen (Schnitt-/Stich-/Risswunden)
- Sehnen- und Nervenrekonstruktionen
- Fingerfrakturen
- ausgewählte Mittelhandfrakturen
- Korrektureingriffe nach Verletzungen
- Entfernung von Osteosynthesematerial (Implantatentfernungen)
- Weitere Eingriffe an Hand, Handgelenk und Unterarm
Insbesondere bei Frakturversorgungen, Sehnenrekonstruktionen und komplexen Wiederherstellungseingriffen ermöglicht die WALANT-Technik eine unmittelbare Überprüfung der Beweglichkeit und Funktion bereits während der Operation. Dadurch können Korrekturen direkt vorgenommen und die Voraussetzungen für ein optimales funktionelles Ergebnis geschaffen werden.
Information und Beratung
Ob ein Eingriff in WALANT-Technik durchgeführt werden kann, wird individuell im Rahmen des persönlichen Beratungsgesprächs geprüft.