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Shockwave – schonende und effektive Hilfe für das Herz

St. Vinzenz-Hospital behandelt erstmals Herzkranzgefäße mit Stoßwellen.

Shockwave_Pressemitteilung

Köln, im Juli 2020

Verhärteten und starren Gefäßen rund um das Herz kommt man normalerweise mit einer Ballonaufdehnung oder einem Diamantbohrer bei. In der Kardiologie des St. Vinzenz-Hospitals kommt nun ein schonenderes, aber durchaus effektives Verfahren zum Einsatz: die Stoßwellentherapie. Dabei geht es den Gefäßverkalkungen ähnlich wie sonst Nierensteinen an den Kragen.

Viele kleine Gefäße verlaufen kranzförmig rund um das Herz und versorgen den Herzmuskel mit Blut. Lagert sich an den Innenwänden Kalk an, verhärten die Gefäße und werden starr. Folge ist eine unzureichende Versorgung des Herzmuskels mit Blut und den darin transportierten Nährstoffen. Symptome wie Schmerzen oder Enge in der Brust oder Atemnot beeinträchtigen die Patienten sehr. Während die Beschwerden anfangs nur bei körperlicher Anstrengung auftreten, werden sie mit zunehmender Verkalkung schlimmer und können einen Herzinfarkt auslösen. Auch die behandelnden Ärzte werden durch starke Verkalkungen der Herzkranzgefäße immer wieder vor große Herausforderungen gestellt. Die herkömmliche Aufdehnung mit einem Ballon können die Veränderungen häufig nicht ausreichend beseitigen. Auch das „Auffräsen“ mit einem Diamantbohrer (Rotablation) ist nicht in jedem Fall das beste Mittel. „Neuerdings können wir mit einem speziellen Ballonkatheter sehr ausgeprägte und hartnäckige Verkalkungen mit Stoßwellen zertrümmern“, berichtet Chefarzt Prof. Dr. Jan-Malte Sinning. Der Ballon erzeugt Schallwellen mit einem Druck von bis zu 50 bar, die den Kalk zertrümmern, das umliegende Gewebe aber nicht verletzen. So kann sich eine Gefäßstütze (Stent) optimal im Herzkranzgefäß entfalten und es von innen sicher stützen. Ende Juni konnte der erste Patient von Chefarzt Prof. Dr. Jan-Malte Sinning und dem Leitenden Oberarzt Dr. Jan Pulz mit dieser Methode erfolgreich behandelt werden – inzwischen ist ein weiterer Patient mit einem ebenso guten Behandlungserfolg hinzugekommen. „Wir freuen uns sehr, dass es den Patienten so gut geht, und wir ihnen eine Bypass-Operation ersparen konnten“, freut sich Prof. Dr. Jan-Malte Sinning. „Zukünftig wird dieses Verfahren bei entsprechend starken Verkalkungen oder nicht vollständig entfalteten Stents bei uns routinemäßig zum Einsatz kommen.“

Katrin Meyer

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